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Salesforce Spring '26 Release: Die wichtigsten Neuerungen für Admins

Das Spring '26 Release ist live. 989 Seiten Release Notes. Ich habe die relevantesten Neuerungen für Admins gefiltert: Error Console, Flow Logs, Passkeys und wichtige Retirements.ich habe die relevantesten Neuerungen für Admins gefiltert: Error Console, Flow Logs, Passkeys und wichtige Retirements.

· · 5 min Lesezeit
Salesforce Spring '26 Release: Die wichtigsten Neuerungen für Admins
Jedes Salesforce-Release bringt neue Möglichkeiten — diese hier lohnen sich besonders.

989 Seiten Release Notes. Das ist der Umfang, den Salesforce für das Spring '26 Release veröffentlicht hat. Wer sich da durcharbeitet, verdient eine Auszeichnung. Ich habe es für Sie getan und die relevantesten Neuerungen für Admins und Berater herausgefiltert. Praxisnah, ohne Marketing-Sprech.

Das Release ist seit Februar 2026 in allen Produktions-Orgs live. Sandbox-Previews liefen bereits seit dem 9. Januar. Wenn Sie den Winter '25 Release verfolgt haben: Spring '26 baut darauf auf und liefert einige Features, auf die Admins lange gewartet haben.

Flows & Automatisierung

Flows sind das Rückgrat jeder gut automatisierten Org. Und Spring '26 liefert hier vier Verbesserungen, die den Arbeitsalltag spürbar verändern.

Collapse & Expand für Branching-Elemente ist endlich allgemein verfügbar. Wer schon mal einen Flow mit 40+ Elementen und verschachtelten Decision-Branches debuggen musste, kennt das Problem: Man scrollt sich zu Tode und verliert den Überblick. Ab jetzt können Sie einzelne Branches einklappen und sich auf den relevanten Pfad fokussieren. Klingt nach einem kleinen Feature. Macht aber im Alltag einen riesigen Unterschied.

Agentforce for Flow bringt natürliche Sprache in den Flow Builder. Sie beschreiben, was der Flow tun soll, und Agentforce generiert eine erste Version. Bei einem Kunden habe ich das mit einem einfachen Genehmigungs-Flow getestet: Die generierte Basis war in 80 % der Fälle brauchbar und musste nur noch feingetunt werden. Für Standardprozesse spart das eine Menge Klickarbeit. Für komplexe Flows bleibt manuelles Bauen aber unumgänglich.

Screen Flow Component Styling erlaubt es Ihnen, Buttons, Layouts und Abstände direkt im Flow Builder anzupassen. Ohne CSS-Hacks oder Custom Components. Endlich sehen Screen Flows nicht mehr nach Standardformular aus, sondern passen sich dem Design Ihrer Org an.

Flow Logs geben Ihnen ein zentrales Dashboard für Flow-Performance und Fehler. Statt Debug Logs manuell zu durchforsten, sehen Sie jetzt auf einen Blick, welche Flows Probleme machen, wie lange sie laufen und wo sie abbrechen. Für Orgs mit dutzenden aktiven Flows ist das ein Game-Changer für die Wartung. Wichtiger Hinweis: Flow Logs nutzen Data Cloud als Backend und verbrauchen Data-Cloud-Credits. Prüfen Sie vor der Aktivierung, ob Ihre Lizenz das abdeckt.

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Praxis-Tipp: Testen Sie alle neuen Flow-Features zuerst in einer Sandbox. Besonders Agentforce-generierte Flows sollten Sie gründlich reviewen, bevor sie in Produktion gehen. Die KI liefert einen guten Startpunkt, ersetzt aber nicht die Admin-Expertise.

Lightning Experience & Admin-Tools

Drei Neuerungen, die den Admin-Alltag merklich erleichtern.

Error Console ist das Feature, auf das ich am längsten gewartet habe. Bisher verschwanden nicht-fatale Fehler in Lightning einfach im Nichts. Der User merkte nichts, aber im Hintergrund schlug ein Flow fehl oder ein Trigger warf eine Exception. Die neue Error Console macht diese stillen Fehler sichtbar. Sie muss unter Setup > User Interface aktiviert werden. Meine Empfehlung: Sofort einschalten und eine Woche lang beobachten. Sie werden überrascht sein, was in Ihrer Org alles schiefläuft, ohne dass es jemand mitbekommt.

Request Approval Component können Sie jetzt direkt auf Lightning Record Pages platzieren. Statt den Genehmigungsprozess über Buttons oder Quick Actions zu starten, sehen Ihre User die Genehmigung direkt auf der Seite. Inklusive Kommentarfeld und Approver-Auswahl. Wichtig: Das funktioniert nur mit Flow-basierten Approval Processes, nicht mit den klassischen. Wenn Sie noch klassische Genehmigungsprozesse nutzen, ist jetzt ein guter Zeitpunkt für die Migration.

Sandbox Copy Progress UI ersetzt das endlose Warten mit einer echten Fortschrittsanzeige. Wer regelmäßig Sandboxes aktualisiert, kennt den Frust: Sie klicken auf „Refresh", sehen „Processing". Und dann passiert stundenlang nichts Sichtbares. Die neue UI zeigt Ihnen den aktuellen Schritt, einen Fortschrittsbalken und nach Abschluss den Zeitpunkt für den nächsten verfügbaren Refresh.

Sicherheit & Berechtigungen

Sicherheit ist kein Bereich, in dem man Releases ignorieren sollte. Spring '26 bringt drei relevante Änderungen.

Delete Files Permission löst ein Problem, das Admins seit Jahren frustriert. Bisher brauchten Sie „Modify All Data", um Dateien löschen zu können, die nicht Ihre eigenen waren. Das ist wie mit Kanonen auf Spatzen schießen. Die neue Permission „Delete Salesforce Files" gibt Ihnen granulare Kontrolle: Sie entscheiden per Permission Set, wer Dateien löschen darf. Ohne gleich Vollzugriff auf alle Daten zu vergeben.

Health Check Expansion erweitert den Salesforce Health Check um sieben neue Settings und automatische Benachrichtigungen. Statt den Health Check manuell zu prüfen, können Sie jetzt Alerts konfigurieren, die Sie warnen, wenn der Score unter einen Schwellenwert fällt. Für Orgs, die Compliance-Anforderungen erfüllen müssen, ist das ein wichtiger Schritt.

Passkeys für passwortloses Login sind als Beta verfügbar. Ihre internen User können sich per Touch ID, Face ID oder Sicherheitsschlüssel (z. B. YubiKey) anmelden. Ohne Passwort. Passkeys erfüllen gleichzeitig die ohne Passwort. Passkeys erfüllen gleichzeitig die MFA-Anforderungen, sodass kein zweiter Faktor nötig ist. Aktuell nur für interne User, nicht für Experience Cloud. Und da es Beta ist: In einer Sandbox testen, bevor Sie es ausrollen.

Was wird abgeschaltet

Jedes Release bringt nicht nur Neues. Es nimmt auch Altes mit. Diese Retirements sollten Sie auf dem Radar haben.

Legacy Chat (Live Agent) wird am 14. Februar 2026 endgültig abgeschaltet. Wenn Sie noch das alte Chat-Widget nutzen, müssen Sie auf Messaging for In-App and Web migrieren. Das betrifft auch alle Custom Integrations, die auf der Legacy Chat API aufbauen. Falls Sie das hier lesen und noch nicht migriert haben: Es ist höchste Zeit.

Connected Apps: Neue Erstellung deaktiviert. Ab Spring '26 können keine neuen Connected Apps mehr erstellt werden. Bestehende funktionieren weiterhin, aber Salesforce möchte Sie auf External Client Apps migrieren. Prüfen Sie Ihre Integrationen. Besonders OAuth-basierte Verbindungen zu Drittsystemen. Die Migration ist kein Notfall, aber Sie sollten sie in Ihren Roadmap-Plan aufnehmen.

Salesforce Functions (Elastic Services) wurde bereits im Januar 2025 eingestellt. Falls Sie noch Legacy-Code haben, der darauf referenziert: Jetzt ist der Zeitpunkt, auf Heroku oder eine andere Serverless-Lösung umzusteigen.

Salesforce to Salesforce wird ab Summer '26 als „unsupported" markiert und in Spring '27 komplett deaktiviert. Wenn Sie Daten zwischen Salesforce-Orgs über dieses Feature teilen, planen Sie die Migration. Salesforce Connect oder eine API-basierte Integration sind die Alternativen.Salesforce Connect oder eine API-basierte Integration sind die Alternativen.

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Praxis-Tipp: Prüfen Sie jetzt den Retirement-Impact auf Ihre Org. Besonders die Connected-Apps-Änderung betrifft viele Integrationen, die seit Jahren stillschweigend laufen.

So bereiten Sie Ihre Org vor

Jedes Release erfordert Vorbereitung. Diese fünf Schritte haben sich in meinen Projekten bew��hrt:

  1. Sandbox testen. Öffnen Sie Ihre Sandbox und prüfen Sie die neuen Features in Ihrer spezifischen Konfiguration. Besonders die Error Console und Flow Logs liefern sofort verwertbare Erkenntnisse.
  2. Release Notes gezielt scannen. Filtern Sie die offiziellen Release Notes nach Ihrer Edition und Ihren genutzten Features. 700 Seiten komplett lesen ist weder nötig noch sinnvoll.
  3. Retirement-Impact prüfen. Gehen Sie die Liste der abgeschalteten Features durch und gleichen Sie sie mit Ihrer Org ab. Connected Apps und Salesforce to Salesforce betreffen mehr Orgs, als man denkt.
  4. Team schulen. Zeigen Sie Ihrem Admin-Team die Error Console und die neuen Flow-Features. Trailhead bietet bereits Module zum Spring '26 Release an.
  5. Health Check durchführen. Nutzen Sie die neuen Health-Check-Settings, um Ihre Sicherheitskonfiguration auf den aktuellen Stand zu bringen.

Häufige Fragen

Wann wird das Salesforce Spring 26 Release ausgerollt?

Das Spring 26 Release wird in mehreren Wellen ausgerollt. Sandbox-Orgs erhalten das Update typischerweise 4-6 Wochen vor Production-Orgs. Den genauen Zeitplan finden Sie im Salesforce Trust-Portal und in der Release-Dokumentation.

Wie teste ich neue Spring 26 Features vor dem Production-Release?

Salesforce stellt Pre-Release Orgs bereit, mit denen Sie neue Features vorab testen können. Diese sind kostenfrei verfügbar und ideal, um kritische Workflows vor dem Production-Rollout zu prüfen.

Welche Spring 26 Features werden automatisch aktiviert und welche muss ich manuell einschalten?

Die Release Notes unterscheiden zwischen "Automatically enabled" und "Requires admin setup". Automatisch aktivierte Features sollten Sie in der Sandbox prüfen, bevor das Release in Production ankommt, da sie bestehende Funktionen beeinflussen können.

Wie bleibe ich als Salesforce-Admin bei drei Releases pro Jahr auf dem Laufenden?

Release Notes in der Sandbox-Phase lesen (erscheinen ca. 6 Wochen vor dem Release), Pre-Release Org für Tests nutzen, und die "What's New" Zusammenfassungen von Salesforce Admins Official verfolgen. Für kritische Features immer selbst testen.


Releases sind kein einmaliges Event. Sie sind eine kontinuierliche Disziplin. Wer dreimal im Jahr eine Stunde investiert, spart sich den großen Aufräum-Marathon.

Wenn Sie Unterstützung bei der Release-Vorbereitung brauchen. Ob Health Check, Flow-Optimierung oder die Migration von Legacy-Features. Unterstütze ich Sie dabei. Von der Analyse Ihrer Org bis zur sauberen Umsetzung.

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